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Der Markhof rockt auch im Regen |
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Montag, den 25. Juli 2011 um 09:28 Uhr |
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Schirme schützen vor der Nässe und fördern vor allem die Kommunikation unter den Besuchern.

Hier spielt die Musik, scheint dieser Besucher von „Markhof rockt" dem Fotografen zu zeigen. Foto: Marius Jaeger
HERTEN. Am vergangenen Samstag wurde in Herten wieder Integration gelebt. Das "Markhof rockt"-Open Air fand bereits zum siebten Mal auf dem Parkgelände des Markhofs statt. Das Festival, das von Mitarbeitern angeregt und mit Peter Schneider aufgezogen wurde, hat das Ziel, dass Menschen mit und ohne Behinderung zusammenkommen und gemeinsam einen tollen Abend voller Musik verbringen können.
Das Festival ist in der Region eine Institution geworden, jedes Jahr kommen mehr Besucher. Vergangenes Jahr waren es um die 700, und Schneider hatte am Samstag ein gutes Gefühl, dass man es dieses Jahr erneut auf diese Zahl gebracht haben könnte.
Das Open Air begann bei akzeptablen Wetter um 17 Uhr und ging bis spät in die Abendstunden hinein. Auch wenn so manchem Festivalbesucher wettermäßig ein Strich durch die Rechnung gemacht wurde, als es nach vier Stunden Festivalbetrieb anfing zu regnen, war die Stimmung ansteckend gut.
"Das ist Open Air, da muss man damit rechnen, dass es mal regnet. Wir wussten ja schon, dass es wahrscheinlich regnen wird und haben deswegen ein paar Schirme mehr aufstellt", sagte Schneider. Die Schirme wurden nicht nur für den Schutz vorm Regen aufgestellt, sondern dienten auch einer wichtigeren Sache: dem Kontakt zu anderen Leuten. Man sammelte sich unter ihnen und kam sich dadurch noch näher, als es zuvor der Fall war, da viele nichtbehinderte Menschen große Berührungsängste haben, auch wenn sie es nicht zugeben.
Doch nicht alle suchten bei dem Regen den schützenden Unterschlupf auf. Frei nach dem Motto: "Regen ist ein Grund, aber kein Hindernis" tanzten viele Gäste auch im strömenden Regen vor den auftretenden Bands, wie zum Beispiel der schweizerischen Band "No Mute". Auch andere, die nicht unbedingt große Rockfreunde sind, kamen.
Manche kamen zum Festival, weil der Partner gerne Rockmusik hört, und andere besuchten das Fest bereits zum siebten Mal, da sie Mitgründer des Open Airs sind. Auch wenn einige nicht wegen der Musik hingegangen sind, kamen fast alle aus demselben Beweggrund, zur Unterstützung der Idee und dem Ziel, was hinter der Veranstaltung steht: dem Zusammenleben und Zusammensein mit anderen Menschen.
Quelle: Badische Zeitung |
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"Flexibler und gerechter gestaltet" |
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Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 09:53 Uhr |
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BZ-INTERVIEW mit Jugendreferent Simon Hohler zum Kinderferienprogramm / Melden sich zu viele an, entscheidet das Los.

Jugendreferent Simon Hohler Foto: Jannik Schall
RHEINFELDEN. Wie jedes Jahr soll das Kinderferienprogramm in den Schulferien viele Kinder beschäftigen und Eltern entlasten. BZ-Mitarbeiter Jannik Schall sprach mit dem städtischen Jugendreferenten Simon Hohler über Anmeldung, Angebot und Abenteuer.
BZ: Es gibt einige Neuerungen bei der Anmeldung. Welcher Gedanke steckt dahinter und welche Neuerungen sind dies?
Simon Hohler: Wir wollten die Anmeldung flexibler und gerechter gestalten. Anders als in den Vorjahren haben die Eltern in diesem Jahr die Möglichkeit, neben der persönlichen Anmeldung im Rathaus ihre Kinder bequem von zu Hause aus über das Internet anzumelden. Auf der städtischen Homepage steht dafür ein Online-Anmeldeformular zur Verfügung. Weitere Wege sind das Fax oder der Posteinwurf.
BZ: Der Anmeldeprozess dürfte dadurch schneller ablaufen. Wie erfolgt dann die Platzvergabe?
Hohler: Hier haben wir ebenfalls etwas geändert. In der Vergangenheit konnte es vorkommen, dass schon nach wenigen Tagen einige Angebote voll waren. Wer später kam, konnte dort nicht mehr berücksichtigt werden. Jetzt registrieren wir zunächst alle Anmeldungen. Gibt es bei einem Angebot mehr Anmeldungen als Plätze, entscheidet hier das Losverfahren am 18. Juli. Im Einzelfall können wir eventuell auch einen weiteren Veranstaltungstermin einrichten. Anschließend bekommen die Eltern eine Anmeldebestätigung inklusive Rechnung zugesandt. Wir haben, ebenfalls ab dem 18. Juli, ein Bezahlbüro bei uns im Amt eingerichtet, das von zwei Praktikanten betrieben wird. Das sollte reibungslos laufen.
BZ: Das Kinderferienprogramm umfasst insgesamt 70 Angebote. Gibt es auch Neuerungen?
Hohler: Ja, neu sind beispielsweise einige Ausflüge in die Region, wie eine Kanutour auf dem Altrhein bei Neuenburg, ein Ausflug in das Kandertal oder auch ein Erlebnisausflug nach Hasel, wo eine Führung durch den normalerweise nichtöffentlichen Teil der Hasler Höhle mit anschließender Zeltübernachtung auf dem Programm steht. Wir wollen also auch die Region mit einbeziehen und mit Erlebnispädagogik Schwerpunkte setzen. Außerdem konnten wir mit Tempus Fugit und dem Quartierszentrum Campinello zwei neue Partner hinzugewinnen.
BZ: Wer sind die Anbieter der übrigen Programmpunkte?
Hohler: Insgesamt wirken 25 verschiedene Anbieter beim Ferienprogramm mit. Die meisten Programmpunkte werden auch dieses Jahr wieder von der Volkshochschule durchgeführt. Ganz besonders freut mich auch das Engagement der Vereine – etwa des TuS Adelhausen, der Frauengemeinschaft Karsau und des TuS Herten.
BZ: Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Verlässliche Betreuung"?
Hohler: Das sind mehrtägige oder gar mehrwöchige Betreuungsangebote, die vom Familienzentrum und der Kaltenbachstiftung angeboten werden. Die Kinder werden dort über einen längeren Zeitraum betreut.
BZ: Das Kinderferienprogramm richtet sich schwerpunktmäßig an Kinder im Alter bis 12 Jahren. Gibt es auch Programme für Ältere?
Hohler: Ja, für alle Teenager ab 12 Jahren gibt es in diesem Jahr ein Jugendferienprogramm mit spannenden Aktionen wie dem Bogenschießen, Teamspielen und dem mobilen Waldseilgarten, der im Herbert-King-Park aufgebaut wird. Das Jugendferienprogramm wurde auch schon an Schulen verteilt und ist, wie auch das Kinderferienprogramm, auf der städtischen Homepage unter http://www.rheinfelden.de zu finden.
Quelle: Badische Zeitung |
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Nachhilfeprojekt hat sich Bestnoten verdient |
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Donnerstag, den 07. Juli 2011 um 11:13 Uhr |
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Das im März 2010 ins Leben gerufene Projekt des Jugendzentrums ist ein voller Erfolg / Gesucht werden Mitglieder und Sponsoren.

Das Nachhilfeprojekt des JUZ macht buchstäblich Schule – die Ergebnisse sind so gut, dass sich auch der SAK dafür interessiert. Foto: Monika Weber
SCHOPFHEIM (mow). Zu einer echten Erfolgsgeschichte hat sich das Nachhilfeprojekt entwickelt, das im März 2010 im Jugendzentrum ins Leben gerufen wurde. Schriftführerin Silke Dantona berichtete im Rahmen der Generalversammlung der Jugend- und Kinderinitiative Schopfheim (JUKS) über das Modellprojekt, das auch in Lörrach beim Sozialen Arbeitskreis (SAK) auf großes Interesse stieß.
Der Bedarf an schulischer Unterstützung überstieg die Möglichkeiten der Jugendpfleger im Rahmen der täglichen Jugendarbeit, so dass man eine Lösung suchte. Mit 1500 Euro Startkapital, die von der Waldorfschule aus den Einnahmen beim Martinibasar zur Verfügung gestellt wurden, konnte man den Nachhilfepool starten. Als "Lehrer" sind überwiegend Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums für die derzeit 14 Nachhilfeschüler von der 2. Klasse bis hin zur Realschulabschlussklasse engagiert und an regelmäßig elf wöchentlichen Terminen wird im Jugendzentrum unterrichtet. Hier steht ihnen auch zur Recherche ein Internet-PC zur Verfügung, der mit einer Spende vom Kiwanis Club Wiesental finanziert wurde. Zudem wurden die wichtigsten Lehrbücher und Nachschlagewerke angeschafft, die die umfangreiche Jugend-Bibliothek sinnvoll ergänzen. Nicht nur, dass sich bei allen Nachhilfeschülern die Noten verbessert haben, für Silke Dantona ist es auch wichtig, dass Kontakte zwischen den unterschiedlichen Schulen geknüpft werden. Die Unterrichtenden profitieren dabei aber ebenso wie ihre Schüler. Sie bessern ihr Taschengeld auf und vertiefen den Schulstoff auch für sich selbst. Steht eine Arbeit an, wird auch mal ein zusätzliches Treffen vereinbart, bei der Vorbereitung zu einem Referat geholfen oder im Anschluss an den Unterricht ein Spiel gespielt. In einem Fall konnte ein Schüler, der durch starken Leistungsabfall von der Realschule über die Hauptschule ohne Abschluss zum Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) wechseln musste, sich derart verbessern, dass er nun doch den Realschulabschluss in der Tasche hat. Die Nachhilfeschüler zahlen in der Regel ihren Unterricht selbst, in Fällen, in denen das Familieneinkommen dafür nicht ausreicht, springt die JUKS ein und gibt einen Zuschuss. Mittlerweile stößt das Projekt, das bislang mit 1056 Euro unterstützt wurde, bei den Räumlichkeiten im JUZ schon an Grenzen. Ebenso werden neue Mitglieder und Sponsoren gesucht, damit die Fortführung auch im nächsten Schuljahr ermöglicht werden kann.
Info: Wer das Projekt unterstützen möchte, Nachhilfe sucht oder anbietet, wendet sich an die Stadtjugendpflege; Tel. 07622/64090.
Quelle: Badische Zeitung |
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Kontaktscheu kein Thema mehr - Trinationales Jugendprojekt mit positiver Halbzeitbilanz |
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Mittwoch, den 22. Juni 2011 um 09:52 Uhr |

Sie initiierten das Projekt: Anskar Hail (Stadtjugendpflege Weil), Jennifer Perez (infoklick.ch Basel) und Stephane Ferrignio (Forum Jeunes Huningue, von links) führten Teenager aller drei Länder zusammen. Foto: Frey
WEIL AM RHEIN/REGIO. "Die Dreiländerbrücke war einst die Initialzündung, die grenzübergreifenden Kontakte in der Jugendarbeit zu intensivieren", sagt Anskar Hail von der Stadtjugendpflege. So kam es immer wieder zu Begegnungen zwischen Jugendlichen aus Weil am Rhein und der elsässischen Partnerstadt Huningue. Mit dem "Trinationalen Jugendprojekt am Oberrhein" (Trijo) wurde nun erstmals auch Basel in die Jugendkooperation einbezogen. Zur Halbzeit des Projektes zogen die Verantwortlichen gestern eine rundum positive Zwischenbilanz.
Projektpartner sind die Stadtjugendpflege Weil am Rhein, das Hüninger Pendant "Forum Jeunes" sowie die Basler Regionalstelle des Fördervereins "infoklick.ch", der in der Schweiz Jugendliche zu mehr Eigeninitiative anhalten will. Neben diesen drei Trägern sorgen auch die Oberrheinkonferenz, der Verein Tattoo Basel sowie die Sparkasse Markgräflerland dafür, dass dem Weiler Stadtjugendpfleger Anskar Hail, seinem Hüninger Kollegen Stéphane Ferrignio sowie Jennifer Perez von infoklick.ch Basel ein ordentliches Budget zur Verfügung steht.
Das Konzept zielt vor allem auf Eines: Kontaktscheu durch Kommunikation zu überwinden – auch wenn man die Sprache des Nachbarn nicht oder nicht perfekt beherrscht. "Zu erkennen, dass es im Nachbarland auch Jugendliche gibt, die genauso ticken wie man selbst", umschreibt es Anskar Hail.
Zunächst bildeten sich in allen drei Ländern Gruppen mit jeweils sechs Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren, die nahezu alle Schultypen repräsentieren. Sie sollten selbstständig in ihrem jeweiligen Land ein Aktionsprogramm erarbeiten, in dessen Rahmen man die Nachbarn kennen lernen konnte.
So nahmen die Basler Teenager ihre Kolleginnen und Kollegen mit auf einen "Foxtrail", also auf eine Rallye durch die Stadt, die, wie Jennifer Perez resümierte, bestens ankam. Auch in Hüningen ging es auf eine Schnitzeljagd, wobei die Jugendlichen "aus sich herauskommen mussten, um weiterzukommen", so Anskar Hail. Im Mittelpunkt des Hüninger Tages stand aber "Hydrospeed" im Wildwasserkanal. Und die Weiler Jugendlichen entführten in einen Hochseilgarten. Wichtig sei dabei nicht in erster Linie das Vergnügen an sich gewesen, "sondern vor allem das, was zwischen den Programmpunkten ablief", so Hail.
Den zweiten Teil bildet nun ein gemeinsamer viertägiger Aufenthalt mit Übernachtungen vom 1. bis 4. August in Hüningen, von wo aus wiederum von den Jugendlichen selbst gestaltete Unternehmungen in die einzelnen Länder gestartet werden. Es geht unter anderem ins Bioscope, zur Basler Bundesfeier am Schweizer Nationalfeiertag oder in den Europa-Park Rust. Das gesamte Projekt wird dann – ebenfalls durch die Jugendlichen – zu einer Dokumentation zusammengefasst und beim großen Jugendtag am 18. September in Hüningen den Oberhäuptern aller drei Städte vorgestellt.
Ziel ist es, dass die Teilnehmer die Idee des Projektes, Jugendliche aus dem Dreiland zusammenzuführen, im Freundeskreis weitertragen – zahlreiche neu entstandene Facebook-Kontakte würden bereits davon künden, merkte Ferrignio dazu an – zum anderen aber auch, dass es 2012 eine Fortsetzung findet.
Quelle: Badische Zeitung |
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Donnerstag, den 21. April 2011 um 10:47 Uhr |
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Jugendraum in Sitzenkirch darf wieder öffnen, wenn die Hausordnung beachtet wird.

Wollen wieder Ordnung in die Abläufe im Jugendraum bringen: Sitzenkircher Jugendliche. Foto: Markus Maier
KANDERN-SITZENKIRCH. Ordnung muss wieder sein, dann wird der Sitzenkircher Jugendraum auch wieder geöffnet. Auf diese Marschroute einigten sich Jugendliche und Ortschaftsräte in der jüngsten Sitzung des Dorfparlamentes am Dienstagabend.
Momentan nämlich ist der "Munistall" geschlossen. Ortsvorsteher Ernst-Peter Scherer hat sich zur Schließung gezwungen gesehen, nachdem der Ärger vor allem wegen nächtlichen Lärms um den Jugendraum herum immer größer geworden war. Eine offenbar folgerichtige Entscheidung, die auch seine Ratskollegen so mitgetragen haben, wie bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung deutlich wurde. Auch die Jugendlichen selbst – ein Dutzend junger Sitzenkircher verfolgte die Debatte am Ratstisch engagiert mit – räumten ein, dass im und um den Jugendraum herum in der Tat nicht immer alles so gelaufen sei, wie es hätte laufen sollen. Die Jugendlichen indes hielten dem entgegen, dass sie bisweilen selbst nicht mehr Herr auf eigenem Terrain gewesen seien – wegen an manchen Abenden immer zahlreicher werdenden zum Teil auch unbekannten "Gästen" aus anderen Gemeinden, die sich bisweilen sogar per SMS-Botschaften in größerer Zahl in den "Munistall" verabredet hätten.
Was auch Ortschaftsrat Walter Benz bemerkt haben will: "Feste mit um die 70 Leuten, das geht dort nicht", meinte der, nicht ohne wie seine Ratskollegen gewisses Verständnis für einen der Sprecher der Jugendlichen aufzubringen. Jener nämlich brachte die Probleme auf einen einfachen Nenner: "Es sind die Fremden, die die Ordnung nicht einhalten".
Ein Problem sei in der Tat, so war aus den Reihen der Jugendlichen zu vernehmen, dass der Jugendraum "Downtown" in Kandern nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Stadtjugendpfleger Marc Osswald (wir haben berichtet) derzeit nicht geöffnet sei. In diesem Zusammenhang brach indes Ortsvorsteher Ernst-Peter Scherer eine Lanze für die Jungmannschaft aus dem Dorf: "Die Sitzenkircher Jugend kommt auch ohne die Stadtjugendpflege aus", wertete es der Ortsvorsteher indes als "bedauerlich", dass es von jener Seite "nie Unterstützung" für die Jugend im kleinen Dorf gegeben habe.
Die will sich nun künftig selbst helfen: Mit Beachtung der Hausordnung für den "Munistall", mit mehr Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft, mit Einhaltung der Schlusszeiten (bis gegen Mitternacht) – und die vor allem darauf achten will, dass der Treff vor Besucherandrang künftig nicht mehr aus den Nähten platzt.
Dass das alles durchaus klappen kann, zeigte Scherer mit einem Rückblick auf die Geschichte des Treffs, der zwar nicht das erste Mal habe geschlossen werden müssen, aber dessen Verantwortliche immer auch wieder Lösungen gefunden hätten, den Betrieb weiter laufen zu lassen. Autor: Markus Maier
Quelle: Badische Zeitung |
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Weg vom klassischen Berufsmuster |
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Donnerstag, den 21. April 2011 um 10:42 Uhr |
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Beim Girl's Day boten auch Einrichtungen im Landkreis Einblicke in "Männerberufe".
LÖRRACH (BZ). Am 14. April fand bundesweit der Girls' Day statt, der Mädchen und Frauen motivieren soll, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen. Sie sollen dabei die Gelegenheit wahrnehmen, in klassische Männerberufe hineinzuschnuppern. Auch das Landratsamt Lörrach war mit dem Fachbereich Vermessung & Geoinformation dabei und bot jungen Mädchen Einblick in die Vermessungsberufe. Unter dem Motto "Vermessungstechniker eine Männerdomäne? Schon lange nicht mehr!" standen der Ausbildungsbeauftragte Rolf-Dieter Rausch und vier Azubis Rede und Antwort. Sieben Mädchen aus Realschulen und Gymnasien im Kreis hatten sich angemeldet. Besonderes Interesse zeigten sie am Tourismusportal des Landkreises.
Zum ersten Mal beteiligte sich die Gewerbeschule am Girls' Day. Insgesamt hatten sich 16 Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren angemeldet. Sie konnten in den Werkstätten der einjährigen Berufsfachschule Einblicke in das Berufsfeld des Industriemechanikers beziehungsweise Kraftfahrzeugmechatronikers gewinnen. In der Metallwerkstatt fertigten die Mädchen unter Anleitung von Fachlehrer Kai Kiefer beispielsweise ein Schlüsselanhänger aus Metall an. An den Fahrzeugen der Kfz-Abteilung der Schule übten die Mädchen unter Betreuung von Peter Golczyk und Jürgen Knauft passend zur Jahreszeit das Wechseln von Autoreifen sowie den Austausch von Glühlampen. Ebenso gehörte ein kleiner Fahrzeugcheck zu den praktischen Aufgaben.
Die Agentur für Arbeit Lörrach bot insgesamt 17 Schülerinnen des Klettgau-Gymnasiums einen Tag im Paul-Scherrer-Institut (PSI) in Villigen (CH). Damit fand wiederholt ein grenzüberschreitender Girls' Day' statt, welcher von Eva Faller und Silvia Weihrauch von der Agentur für Arbeit Lörrach begleitet wurde. Die PSI-Forschung umfasst die Gebiete Festkörperforschung und Materialwissenschaften, Elementarteilchenphysik, Energie und Umweltforschung und Biologie und Medizin. Unter Anleitung machten die Schülerinnen spannende Experimente im Schülerlabor zum Thema "Vakuum". Im Besucherzentrum konnten die Schülerinnen bei einem 3-D-Film eine Reise ins Innere der Materie antreten und anschließend an Exponaten selbst testen.
Quelle: Badische Zeitung |
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Neugier überwindet Rollenklischees |
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Donnerstag, den 21. April 2011 um 10:39 Uhr |
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Neugier überwindet Rollenklischees
134 Jungen im Landkreis Lörrach, deutlich mehr als in den Vorjahren, beteiligten sich gestern am Boys' Day zur Berufsorientierung.

Giuseppe wollte einfach gerne was mit Kindern machen. In der Weiler Kindertagesstätte Hebelplatz hatte er dazu Gelegenheit. Foto: Claudia Gabler
LÖRRACH. Der Girls' Day ist längst etabliert. Rund 400 Mädchen im Landkreis schnupperten am Donnerstag in typischen Männerberufen. Doch auch der Zuspruch beim Boys' Day, der erstmals bundesweit beworben wurde, wächst. Immerhin 134 Jungen nutzten gestern die Angebote im Kreis vornehmlich in Berufen der Pflege und Erziehung.
Es ist neun Uhr morgens, im kleinen Speisesaal der Weiler Kindertagesstätte Hebelplatz wird ein zweites Frühstück serviert. Es gibt Pfannkuchen mit Apfelmus. Auf den ersten Blick sind sie gar nicht auszumachen, die zwei Jungen des Boys' Day, die sich wie die Kleinen um sie herum auf die Mehlspeise auf ihrem Teller konzentrieren. Aber doch ja, für ein Gespräch mit der Presse würden sie sich kurz Zeit nehmen, sagen Ian (11) und Giuseppe (14). Danach müssten sie allerdings schnell weiter in die Bibliothek und in die Bauecke. Dass sie dort mit den Kindern malen und lesen wollen, haben die beiden Jungen nach einer Führung durch die Räume des Kindergartens durch Leiterin Pia-Monika Schelb entschieden.
Der Boys' Day ist das Pendant zum parallel laufenden Girls' Day, Schulmädchen in Deutschland seit 2001 jährlich angeboten wird. Er lädt Jungen ab der fünften Klasse ein, sich über Berufe zu informieren, in denen der Männeranteil unter 40 Prozent liegt, typische Frauenberufe also. Dies sind in erster Linie Pflege- und Erziehungsberufe. Die Liste der Unternehmen, die Jungen einen Tag lang zu sich einladen, ist im Internet zu finden. Die Kreise kontaktieren außerdem die Schulen und laden sie ein mitzumachen. Die Teilnahme ist freiwillig, wer nicht beim Boys' Day mitmachen will, hat Unterricht. Im Landkreis Lörrach stellten in diesem Jahr 34 Anbieter insgesamt 202 Plätze zur Verfügung.
Warum der Weiler Realschüler Ian und der Haltinger Hauptschüler Giuseppe sich für den Kindergarten entschieden haben, können sie nicht genau sagen. "Wir wollten einfach gern was mit Kindern machen", sagen sie einhellig. Auch die zwölf Jungs, die ihren Schnuppertag in der Schule für Pflegeberufe und dem Kreiskrankenhaus Lörrach verbringen, haben noch kein konkretes Berufsziel. Doch der 14-jährige Gymnasiast Benedikt stuft die Arbeit bei einem Frisör zum Beispiel als nicht so sinnvoll ein – Menschen zu helfen, sei sinnvoller, findet er und sagt: "Deshalb bin ich hier."
Durch den Tag in der Klinik begleitet die Jungs die Leiterin der Lörracher Schule für Pflegeberufe Christina Ade-Schwöble. Nach einer theoretischen Einführung in die Arbeit des Krankenpflegers hatten die Jungen die Möglichkeit zum Gespräch mit Krankenpflegeschülern. "Hier war das Interesse besonders groß", sagt Ade-Schwöble, vor allem nach den Inhalten der Arbeit, den Arbeitszeiten und Verdienstmöglichkeiten sei immer wieder gefragt worden. Auf großes Interesse stieß außerdem der Hubschrauberlandeplatz, der den Kindern ebenso gezeigt wurde wie die Küche, ein leeres Krankenzimmer und die Ambulanz – wo ein Pfleger vier der Jungs einen Gipsverband anlegte.
Das Kreisjugendreferat, das Girls' und Boys' Day im Landkreis betreut, freut sich über die Zunahme des Interesses bei den Jungen. "Seit die Aktion bundesweit läuft, haben wir eine richtig gute Steigerung", sagt Referentin Gisela Schleidt. In den vergangenen Jahren seien es jährlich kaum mehr als ein Dutzend Interessenten gewesen. Das allerdings sei nicht ganz unverständlich, steckten die Jungs doch noch viel mehr in ihren männlichen Rollenklischees fest als man ob einer emanzipierten Gesellschaft meinen sollte. Auch wenn die Eltern ihren Kindern ein gleichberechtigtes soziales und Familienmodell vorlebten, seien sie doch stark von den medial vermittelten Geschlechterrollen beeinflusst, sagt Gisela Schleidt.
Dass sich die Plätze in Altenpflege und Heimen für behinderte Menschen kaum Jungs bewarben, habe aber auch mit ihrem Alter zu tun. "Jungs sind generell etwas später entwickelt als Mädchen – und ein Elfjähriger ist schlicht überfordert, wenn er einen alten Menschen waschen soll", so Schleidt. Für solche Stellen ist jetzt eine Altersgrenze eingeführt worden. Für Fünft- und Sechsklässler hat das Kreisjugendreferat deshalb selbst ein Projekt entwickelt, den Besuch des Mittelalterparks "Gryffetal" beim Vogelpark Steinen. Hier konnten die Jungs gestern weben, schmieden, Bogen schießen, Feuer machen und Kochen. Typisch männliche und typisch weibliche Tätigkeiten also.
Quelle: Badische Zeitung |
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Leserbriefe zur Diskussion um das CAFÉ IRRLICHT |
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Dienstag, den 22. März 2011 um 10:49 Uhr |
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Sind die Irrlichter bald wieder obdachlos? Das jedenfalls wird befürchtet und es werden Erinnerungen an frühere Auseinandersetzungen mit der Stadt wach – so wie 2005, als schon einmal dem „Irrlicht" das Aus drohte und die „Irrlichter" dagegen mit Demos mobil machten. Foto: Archivfoto: Jac
CAFÉ IRRLICHT "Ich dachte erst an einen Fasnachtsscherz" Auch weiterhin beschäftigt die Zukunft des "Irrlichts" und die im Raum stehende Kündigung des Mietverhältnisses viele Leser. Ich dachte erst an einen Fasnachtsscherz, als ich aber weiterlas, wurde mir die Tragweite des Antrags der SPD bewusst. Einem selbstverwaltetem, soziokulturellem, selbst ernannt linkem Jugendzentrum soll auf Antrag der Sozial-Demokraten der Mietvertrag gekündigt werden. Es seien Auflagen missachtet worden. Jeder Vermieter hat das Recht, einem Mieter Auflagen zu machen. Jeder Mieter hat dem gegenüber natürlich auch das Recht, diese Auflagen zu hinterfragen und sich gegebenenfalls anwaltlichen Beistand einzuholen. Von mangelndem Umgangsverständnis kann, meiner Meinung nach, nicht die Rede sein. Nachdenklich stimmt mich dabei die Information von Mitgliedern des Irrlichtforums, dass jenes Schreiben, welches diese Bedingungen mit Nachdruck auflistet, vor einiger Zeit zurückgenommen wurde.
Mein Sohn ist seit einem viertel Jahr im Irrlicht ehrenamtlich engagiert. Da er noch nicht volljährig ist, war eine Mitarbeiterin bereit, sich für ihn verantwortlich zu zeigen. Es mussten die üblichen Formulare ausgefüllt werden. So viel zu mangelnder Verantwortung.
Ich habe mich gefreut, dass sich mein Sohn engagiert. Er setzt sich für eine andere Art Jugendkultur ein. Er lernt dabei, sich mit Meinungen auseinanderzusetzen, auch mal anwesend zu sein, wenn es gerade mal nicht so viel Spaß macht. Er lernt, was Demokratie ist oder sein kann. Dazu braucht es den Freiraum eines selbstverwaltetem Jugendzentrums. Freiraum heißt nicht Freiheit, alles tun zu können. Er bedeutet aber, die Jugendlichen ausprobieren zu lassen, wachsen zu lassen, ihnen Flügel zu geben und nicht mit repressiven Mitteln und Hau-Ruck-Methoden aus heiterem Himmel die Existenz des Irrlichts in Frage zu stellen. Vielleicht ist es an der Zeit, sich gemeinsam an einen runden Tisch zu setzen. Mit Hilfe eines Mediators einen Dialog zu beginnen, der sich in einem respektvollem Umgang mit allen Fragen, Anregungen und Bedürfnisse jeder einzelnen Partei demokratisch auseinandersetzt.
Kerstin Reisberger, Maulburg
"Der falschen Machtausübung ein Ende setzen" Schopfheim, eine Kleinstadt, die scheinbar viel zu bieten hat. Vor allem begrenzte kulturelle Einrichtungen für junge Menschen. Ausgerechnet diese sollen uns durch den unbremsbaren Ehrgeiz unserer Dorfpolitiker jetzt auch noch genommen werden, indem das Café Irrlicht schließen soll. Was viele Bürger nicht wissen, ist, dass diese Einrichtung sehr wichtige Jugendarbeit leistet. Das relativ junge Team besteht aus rein ehrenamtlichen Helfern, welche ihre Freizeit dazu nutzen, um für uns Jugendliche einen solch unersetzbaren, kulturellen Freiraum zu schaffen. Die Mitwirkenden lernen Teamfähigkeit und durch selbstverantwortliches Handeln Veranstaltungen zu organisieren. Die Ideen und Interessen der Jugendlichen werden so sinnvoll eingesetzt und nach außen getragen. Die "Irrlichter" laden oft zu Informationsveranstaltungen ein und betreiben somit eine gezielte und wichtige Aufklärungsarbeit, die sich gegen die weit verbreiteten rechten Strukturen richtet.
So vermittelt das Irrlicht wichtige Werte an junge Generationen und beseitigt somit die Unwissenheit, die die Bürger aufzufressen droht. Weiterhin sorgt das Café Irrlicht dafür, dass es auch jungen Menschen mit wenig Geld möglich ist, sich in öffentlichem Raum mit Freunden zu treffen, da keinerlei Konsumzwang besteht. Egal ob arm oder reich, ob hell- oder dunkelhäutig, das Irrlicht hat keinen Platz für Vorurteile und ist somit der perfekte Ort, um mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt zu treten. Auch weit über die Grenzen von Schopfheim hinaus ist das Irrlicht ein positiver Begriff.
So bringt der wohl bunteste Fleck in Schopfheim an den Wochenenden leben in unser eingeschlafenes Städtchen. Ohne das Irrlicht hätten wir Jugendlichen keinen geschützten Ort mehr, an dem wir unsere Freizeit gut und gerne verbringen können und wichtige Dinge fürs Leben lernen.
Wir müssten häufiger auf den Straßen herumlungern, da es in unserer Region keine mit dem Irrlicht vergleichbare Einrichtung gibt. Das kulturelle Angebot in Schopfheim lässt ganz klar zu wünschen übrig und deshalb ist es dringend notwendig, das Irrlicht zu erhalten und zu unterstützen. Gemeinsam muss der falschen politischen Machtausübung ein Ende gesetzt werden und gemeinsam müssen wir für die Erhaltung des Café Irrlichts als kulturellen Freiraum kämpfen.
Tina Hagg, MaulburgStadt springt unfair mit jungen Menschen um Ein wenig schäme ich mich für meine Generation. In altbekannter Manier bedienen sich die bürgerlichen Altvorderen aus Stadtverwaltung und Gemeinderat ihrer Autorität und wollen der "ungehorsamen" Jugend im Rahmen einer erzieherischen Maßnahme Mores beibringen. Ernst genommen werden die Jugendlichen nicht und von einer, durchaus gebotenen, Begegnung auf Augenhöhe kann keine Rede sein. Kündigung und spätere Neuvermietung des "Irrlicht" sollen die vom "rechten Weg abgekommenen" jungen Betreiber wieder auf die Spur bringen. Haben Sie in der Vergangenheit das offene Gespräch mit den jungen Leuten gesucht und sie auch wirklich ernst genommen? Die Vorgänge und Feststellungen im Umfeld des "Irrlicht" werden in der Öffentlichkeit nicht differenziert behandelt. Versuche des Vereins Soziokultur zur Richtigstellung werden schon als Provokation gewertet. Ist den Vertretern unserer Stadt klar, wie unfair sie mit den jungen Menschen umspringen? Die Vorwürfe, die sie in Ihrem Bedürfnis nach bürgerlicher Ordnung eher ungeprüft vorbringen, lassen sich überwiegend schnell entkräften. Wenn man dafür überhaupt offen ist. Den Stadtvertretern ist gar nicht bewusst, dass sie es mit gesellschaftlich engagierten und mündigen und verantwortungsbewusst handelnden jungen Leuten zu tun haben, die es verdienen, dass man auf sie zugeht und nicht feige oder ignorant nur die Strippen zieht. Seien wir doch froh, dass sich Jugend in Schopfheim selbst organisieren kann, dass etwa solch beeindruckende Veranstaltungen wie Holzrock stattfinden. Hier findet Schule für's Leben statt. Und für diejenigen, die auf den Stadtsäckel schauen: Ein einziger Jugendknastplatz kostet pro Jahr deutlich mehr als das ganze Thema "Irrlicht". Leider, das muss gesagt werden, zieht das "Irrlicht" auch Leute an, die hauptverantwortlich sind für die festgestellten Belästigungen. Die "Irrlicht"-Betreiber können kaum Einfluss auf die Vorgänge vor der Türe nehmen und können nicht für alle Vorkommnisse verantwortlich gemacht werden. Also, Ihr Stadt-Allmächtigen, geht bitte fair und entgegenkommend mit den Betreibern und Gästen des "Irrlicht" um. Und seid bitte nicht allzu beleidigt, wenn sie demnächst eher nicht CDU oder SPD wählen. Hubert Kienzler, Schopfheim Vor jeder Disco und jeder Kneipe gibt es Stunk Die Stimmen zum geplanten Antrag der SPD auf Kündigung des Mietvertrages seitens der Stadt mit den Betreibern des Café Irrlicht zeigen alle nur ein negatives Bild, was ich äußerst schade finde. Nicht ein positives Wort war zu lesen und aus diesem Grunde melde ich mich zu diesem Thema. Auch finde ich es eigenartig, dass die Betreiber des Irrlicht durch den Zeitungsartikel über die geplante Aktion erfuhren und nicht in einem direkten Schreiben. Nennt sich das Demokratie?
Seit über 20 Jahren wohne ich nun in Schopfheim, gehöre altersmäßig sicher nicht zum üblichen Klientel des Irrlichts, habe aber dank meiner Söhne, die im Irrlicht ehrenamtlich tätig waren und sind, immer den "Draht" zum Irrlicht gehabt und bin auch jedes Jahr am Holzrock. Ich finde es toll, dass sich junge Leute ehrenamtlich im Irrlicht engagieren, Zeit für die Organisation eines Treffpunkts investieren, mit allen Aufgaben, die damit zusammenhängen. Die Planung und Organisation nur alleine vom Holzrock, dauert über ein halbes Jahr. Auch als es darum ging, dass die Bühne im Sengelen abgerissen werden sollte, zeigte sich der große Zusammenhalt der "Irrlichter", die um den Erhalt der Holzrockbühne kämpften, sie dann auch sanierten und der TÜV das vollendete Werk für gut befand. Solche Dinge sollten auch anerkannt werden und nicht nur Negatives, welches unbestritten auch vorkommt. Aber vor jeder Disco und jeder Kneipe gibt es Stunk und wenn ich jetzt, nach all den Faschingsveranstaltungen lese, wie viel Schlägereien und wüste Gelage es gab, wundert es mich, dass da nicht die Veranstalter zur Pflicht gerufen werden und es z.B. ein Hallenverbot gibt. Aber das steht ja auf einem anderen Blatt, da es sich um "traditionelle" Veranstaltungen handelt und es an Fasnacht halt wohl einfach dazu gehört, sich zu betrinken und Stunk zu machen. Nur noch eines: Wenn das Irrlicht geschlossen wird, gibt es eine große Anzahl Jugendlicher, die keine Anlaufstelle mehr haben, wo sie sich wohl fühlen. Wohin damit? So vertreibt man seine jungen Bürger erfolgreich aus der eigenen Stadt.
Barbara Kettner, Schopfheim
Quelle: Badische Zeitung |
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Erboste Jugendliche in Weil wegen "Irrlicht"-Debatte |
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Dienstag, den 22. März 2011 um 10:26 Uhr |
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Landtagsabgeordneter Rainer Stickelberger wollte es bei der Veranstaltung zum Bildungshaus genauer von der SPD wissen.
SCHOPFHEIM (sil). Die Veranstaltung der SPD Schopfheim zum Bildungshaus nutzte Landtagsabgeordneter Rainer Stickelberger dazu, sich bei den Vertretern des SPD-Ortsvereins über das "Irrlicht" zu informieren. Er sei in Weil von erbosten Jugendlichen darauf angesprochen worden, meinte Stickelberger.
"Die SPD hat nie gesagt, dass sie das Irrlicht abschaffen will", stellte Ortsvereinsvorsitzender und Gemeinderat Peter Ulrich klar. Beim Antrag der SPD auf sechs Monate Schließung des "Irrlichts" gehe es um das Finden eines einvernehmlichen, gedeihlichen Miteinanders zwischen Verein Soziokultur und der Stadt. Immerhin handle es sich beim Irrlicht-Standort um einen neuralgischen Punkt am Bahnhof mitten in der Stadt. Er frage sich, ob ein etwas abgelegenerer Standort wie etwa das Gelände der Hanfunion nicht besser geeignet sei. Gemeinderat Hans-Jörg Klein meinte, seit 2003 gebe es immer wieder Vorfälle, Verhandlungen und Vereinbarungen, die nicht eingehalten würden. Jetzt solle eine Zäsur zwischen geschaltet werden: "Irgendwann ist das Fass mal voll". Ulrich fand, die Stadt Schopfheim fördere mit Jugendzentrum und Irrlicht gleich zwei Einrichtungen für Jugendliche – wobei das "Irrlicht" viele Besucher von auswärts anziehe. Es stelle sich die Frage, ob man nicht auch verlangen könne, dass sich der Verein Soziokultur und das Jugendzentrum zusammen täten. Zwei Jugendeinrichtungen könne man auch als Bereicherung sehen, hielt Rolf Strohm dagegen und Jost Noller stellte klar, JUZ und Irrlicht hätten nicht dieselben Zielgruppen. Noller sprach außerdem den Irrlichtern ein Lob aus: "Die Jugendlichen, die ins Irrlicht gehen, fallen bestimmt nicht rechtsradikalen Rattenfängern zum Opfer".
Quelle: Badische Zeitung |
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Leserbrief zur Diskussion um das CAFÉ IRRLICHT |
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Dienstag, den 22. März 2011 um 10:17 Uhr |
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"Nachweislich falsche Behauptungen" Weitere Reaktionen auf die diskutierte Kündigung des "Irrlicht"-Mietverhältnisses. Die Art der Argumentation der SPD-Gemeinderatsfraktion zum Irrlicht hat mich, und mit mir viele Bürger und Bürgerinnen der Stadt, aufgerüttelt. Soll es wirklich politischer Stil in unserer Stadt sein, mit nachweislich falschen Behauptungen (Rauchverbotsverletzungen), die in der Pressemitteilung dem Leser aber als wahre Information erscheinen, zu arbeiten. Diese Technik der "großen Politik" stößt die Bürger nur weiter von den Parteien ab. Als Vater eines Vorstandsmitglieds des Irrlichts weiß ich, wie viel ehrenamtliches Engagement dazu gehört, diese Einrichtung lebendig zu erhalten. Dies leisten die Irrlichter neben Abiturstress, Studium und Beruf. Das Irrlicht ist keine normale Kneipe. Es leistet eine wichtige kulturelle und politische Arbeit für die Jugendlichen unserer Stadt und nahen Region. Dieses Engagement sollten wir fördern und nicht torpedieren. Eine Schließung des Irrlichts würde die Stadt ärmer und für viele junge Erwachsene als Wohnort unattraktiver machen. Viele Kritikpunkte der Stadtverwaltung basieren auf der nicht angemeldeten Begehung in den Irrlichträumen während der Sommerpause 2010. Dieses Vorgehen ist juristisch sicher zumindest zweifelhaft (Begehung der Mieträume ohne Information des Mieters). Die Führungsmannschaft des Irrlichts ist bereit, sich einem fairen Dialog zu stellen und Verfehlungen, welche in der Regel von Gästen verursacht wurden, konstruktiv entgegen zu wirken. Wenn wir in unserer Gesellschaft mehr engagierte Bürger fordern, sollten wir nicht eine der engagiertesten Gruppen demotivieren und bestrafen, sondern im gemeinsamen, ehrlichen Dialog von Stadtverwaltung und Irrlicht Lösungen finden. Ich jedenfalls bin sehr stolz auf das Engagement meines Sohnes im Irrlicht und wünsche mir, dass möglichst viele Bürger ihrer Unterstützung für das Irrlicht in der Gemeinderatssitzung am Montag durch ihr Kommen zeigen. Dr. Edgar Ney, Schopfheim
Quelle: Badische Zeitung |
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Was aus ehemaligen Schülern wurde |
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Dienstag, den 15. März 2011 um 10:51 Uhr |
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Karrieren "made in Todtnau": Bei einer Informationsveranstaltung an der Silberbergschule wurden Wege in den Beruf geschildert.

Jens Trefzer, Matteo und Riccardo Abbate, Franziska Melch und Daniela Hammerlik (von links) erzählten an der Silberbergschule von ihrer Ausbildung und ihrem beruflichen Werdegang. Foto: Georg Jäger
Was und vor allem, dass man mit einem Hauptschulabschluss etwas werden kann, darüber informierten fünf ehemalige Schüler der Silberbergschule, indem sie aus ihrem Lebenslauf berichteten. Der Förderverein hatte zu diesem zweiten informativen Abend eingeladen. Sehr viele Eltern und Schüler, die vor ihrem Abschluss stehen, waren ins Foyer gekommen.
Man wolle sichtbar machen, wie wichtig engagierte Schularbeit ist, um auf den Wechsel in ein erfolgreiches Arbeitsleben vorzubereiten, sagte der Rektor der Silberbergschule Dr. Werner Nagel. Man werde am "lebenden Objekt" sehen können, was für eine tolle Schule diese jungen Menschen durchlaufen haben, sagte die Vorsitzende des Fördervereins, Renate Ernst. Der Bildungsplan der neuen Werkrealschule sehe die Ausbildung der Gesamtpersönlichkeit und das Tauglichmachen für das Leben vor, und dazu sei der Dialog mit den Eltern wichtig.
Matteo Abbate, 18 Jahre alt, hat vor drei Jahren, nach der 10. Klasse die Silberbergschule verlassen. Aus seiner Bewerbung als technischer Zeichner wurde nichts und so entschloss sich Matteo, die Hochschulreife am Lörracher Berufskolleg zu erlangen. Nach Änderung seiner Ausbildungspläne besucht er heute das Technische Gymnasium und steht nun vor dem Abitur. Berufswunsch: Maschinenbauingenieur. 2003 machte Daniela Hammerlik ihren Abschluss an der Silberbergschule und fand, dass Fremdsprachen wichtig sind. Ein Jahr belegte sie Intensivkurse an der Berlitz School in Freiburg für Englisch, Französisch und Spanisch, um anschließend das Berufskolleg für Fremdsprachen in Schopfheim zu besuchen. Nach Erlangung der Fachhochschulreife im Jahr 2006 machte sie eine Ausbildung zur staatlich anerkannten "internationalen Touristikassistentin" bei der Angell Akademie in Freiburg. Danach folgten Studium und Prüfung zum Bachelor of Business. Dem schloss sich ein Praktikum bei der Badenova AG an, wo man ihr dann die Stelle der Marketing Managerin anbot. Den spannenden Job macht sie heute noch. Riccardo Abbate ist heute 26 Jahre alt und hat 2001 an der Silberbergschule seinen Abschluss gemacht. Er begann eine Ausbildung zum Fleischergesellen, die er als Innungsbester abschloss. 2003 legte er in Landshut die Meisterprüfung ab und nahm eine Meisterstelle im elterlichen Betrieb an. Eigentlich wollte Riccardo aber etwas Anderes machen. An der Gewerbeschule in Lörrach ließ er sich zum technischen Lehrer ausbilden und ist heute beamteter Lehrer.
Quelle: Badische Zeitung
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Neuaufbau der offenen Jugendarbeit |
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Montag, den 21. Februar 2011 um 11:09 Uhr |
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Stadt Zell kooperiert mit Caritas: Janette Sowa ist Betreuerin für das neue "Jugendhaus" / Verbindung mit Schulsozialarbeit nützlich.

Die neue Jugendsozialarbeiterin Janette Sowa mit Ruth Götzmann (Caritas) und Fachbereichsleiter Karlheinz Keller (von links). Foto: Hermann Jacob
ZELL. Auf das bisherige Zeller Jugendzentrum folgt ein "Jugendhaus" in separaten Räumen der Johann-Faller-Schule, und eine Betreuerin ist gefunden: Als neue Jugendsozialarbeiterin wurde gestern im Rathaus Janette Sowa (24) vorgestellt. Federführend für die offene Jugendarbeit ist seit 15. Februar die Caritas, mit der ein Kooperationsvertrag abgeschlossen wurde.
Im Vertrag mit der Caritas, den Fachbereichsleiter Karlheinz Keller auf den Tisch legte, sind die Aufgaben beschrieben. Dazu gehört unter anderem die organisatorische Vernetzung von offenen Angeboten, die Integration von Jugendlichen, mobile Jugendarbeit und Angebote wie der Nachtsport.
Das Jugendhaus soll 12 Stunden geöffnet sein. Janette Sowa bekommt in Zell eine 50-Prozent-Stelle, zusätzlich wird sie für die Caritas in Rheinfelden den Mädchentreff betreuen.
Janette Sowa kommt aus Nürtingen und studierte an der PH Freiburg, wo sie den Bachelor-Studiengang Erziehung und Bildung absolvierte, was dem Sozialpädagogikstudium entspricht. Ihre erste Aufgabe wird nun sein, Kontakte zu knüpfen zu Jugendlichen und Vereinen. Vorübergehend wird sie im Rathaus anzutreffen sein, wo die Caritas sonst ihre Beratungen abhält. Sie will als Ansprechpartnerin ein offenes Ohr für Eltern haben und Unterstützung anbieten, wenn es um Jugendfragen geht. Die Räume in der Johann-Faller-Schule, mit eigenem Eingang zur Gartenstraße hin, müssen noch umgebaut und eingerichtet werden (Küchenzeile, Kicker, Billard, Darts, Spiele und Sportgeräte), wobei Jugendliche mithelfen können. Ruth Götzmann, Fachbereichsleiterin für Jugend- und Sozialarbeit im Caritasverband des Landkreises Lörrach, berichtete, dass Janette Sowa nach dem Abitur ein freiwilliges Jahr in einem Jugendhaus bei Stuttgart absolviert hat. Dort habe sie schon viele Verantwortungsbereiche übertragen bekommen und sei aufgrund ihrer Erfahrungen in diesem Bereich ausgewählt worden ("Sie weiß, was auf sie zukommt"). Im Januar hat sie beim Caritasverband angefangen
Mit der Kooperation in Zell betrete man Neuland, Ruth Götzmann sprach von einer Herausforderung. Da die Caritas in Zell auch die Schulsozialarbeit betreut, würden sich Synergieeffekte ergeben. Als Ziele nannte sie: Freiraum schaffen für Jugendliche, die Förderung von sozialen Kompetenzen und die Motivation zum selbstverantwortlichen Handeln (freiwillige Dienste, Hausrechtler). Die Jugendhilfeplanung gelte es weiterzuentwickeln.
Ein wichtiger Punkt ist der Aufbau eines Jugendnetzwerkes, wozu auch die Vereine an den runden Tisch kommen sollen. Nachdem die pädagogische Betreuung im Jugendzentrum seit einem Jahr praktisch brach lag, muss jetzt wieder Aufbauarbeit geleistet werden.
Quelle: Badische Zeitung |
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Die CDU drängt auf ein neues JuZ |
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Freitag, den 18. Februar 2011 um 08:49 Uhr |
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Fraktion sieht Dringlichkeit und beantragt zügige Planung / Auch Verbesserungsvorschläge fürs Provisorium werden unterstützt.

Das Jugendzentrum von einst bot vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten, die vermisst werden. Foto: A. Schmidt
SCHOPFHEIM (BZ). Nicht glücklich sind die Schopfheimer Jugendlichen mit dem derzeitigen Provisorium Jugendzentrum. Dies brachten auch drei JuZ-Vertreter zum Ausdruck, die bei der öffentlichen Sitzung der CDU-Gemeinderatsfraktion vorsprachen. Diese wiederum signalisierte, dass sie das Thema neues Jugendzentrum nicht verschleppen, sondern rasch auf die Tagesordnung bringen wolle.
Wie es in einer entsprechenden Pressemitteilung der CDU-Fraktion heißt, wiesen die drei JuZ-Vertreter "zu Recht darauf hin", dass sie durch die Schlattholz-Bebauung ihre ehemalige, als nahezu ideal empfundene Infrastruktur mit geeigneten Innenräumen und vielseitigen Außenanlagen wie Skater-Anlage und Basketballkörbe verloren haben. Gerade die Weitläufigkeit der Anlage mit Schwimmbadnähe bot beste Möglichkeiten, sich mit anderen Jugendlichen entweder in kleinen Gruppen mit speziellen Themen zu befassen oder auch im größeren Rahmen integrativen Beschäftigungen nachzugehen – auch mit Jugendlichen aus anderen Kulturkreisen und Interessensgebieten.
Die derzeitigen Räumlichkeiten könnten diese Möglichkeiten bei weitem nicht bieten. Was die Jugendlichen ganz besonders vermissen sind Möglichkeiten, sich draußen sinnvoll zu betätigen. Und im Inneren erlaubt es die derzeitige Struktur mit vielen kleineren Räumen nicht, sich in größeren Gruppen zu treffen. Erfreulicherweise hätten sich inzwischen Möglichkeiten gezeigt, die Außensituation durch Entgegenkommen des Grundstückeigentümers etwas zu verbessern.
Um einen größeren Raum zur Integrationsarbeit zu schaffen, haben die Jugendlichen die Initiative ergriffen und durch eine Architektin einen Entwurf erarbeiten lassen, der dies durch Entfernen einiger Mauern und das Einfügen von Stahlträgern ermöglicht. Nun sei es nötig, diesen Vorschlag in Bezug auf die Statik und andere sicherheitsrelevante Aspekte zu überprüfen. Dem pflichtete auch die CDU bei, die hofft, dass dies baldmöglichst von der Stadtverwaltung erledigt wird. Wenn dies bautechnisch möglich ist, versprachen die Christdemokraten, sich auch dafür einzusetzen, dass die dafür erforderlichen, überschaubaren finanziellen Mittel bereitgestellt werden.
Allen Beteiligten an diesem Gespräch war jedoch klar, dass die jetzige Lösung auch mit den vorgeschlagenen Verbesserungen mittel- und langfristig nur ein Provisorium sein dürfe. Die CDU wolle daher das Thema auf die Tagesordnung setzen und darauf drängen, es "zeitnah umzusetzen". "Wir wissen, dass die Mittel knapp sind und werden keine unverantwortlichen Forderungen erheben", hieß es dazu von den Christdemokraten. Allerdings verweisen sie auch darauf, dass die finanzielle Ertragskraft der Stadt sich erhole. Deshalb sollte man die Planung für ein neues JuZ zügig angehen, ehe es wieder heiße, es gebe keine Mittel.
"Die CDU wird im Gemeinderat einen Antrag einbringen, der die Verwaltung verpflichtet, einen verbindlichen Zeit- und Finanzierungsplan zu erstellen und die Suche nach einer geeigneten Örtlichkeit als dringliche Maßnahme festzulegen", erläuterte die CDU-Fraktionsvorsitzende Marianne Zabel als nächsten Schritt.
Quelle: Badische Zeitung |
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Ein offenes Kinder-Angebot |
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Donnerstag, den 10. Februar 2011 um 10:12 Uhr |
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AG Kontakt Steinen bestätigt Vorstand / Vorbereitungen für Fasnachtsumzug laufen .

Als Roboter wollen die Teilnehmer des Kids-Treffs der AG Kontakt beim Fasnachtsumzug im März mitmarschieren. Dafür laufen in den Räumen unter der Sporthalle gerade intensiv die Vorbereitungen.
STEINEN. Mit dem bisherigen Vorsitzenden Norbert Kessler und vielen neuen Ideen geht die AG Kontakt in das neue Vereinsjahr. Bei der Hauptversammlung wurde kürzlich Helmut Kolibaba als zweiter Vorsitzender bestätigt. Die AG Kontakt leistet in Steinen seit mittlerweile 35 Jahren wertvolle pädagogische Arbeit: Insbesondere für Kinder, aber auch für Jugendliche.
"Die Kinder- und die Jugendarbeit einer Gemeinde gehören zusammen", ist der wiedergewählte zweite Vorsitzende Helmut Koliba überzeugt. Kolibaba ist zugleich Leiter des Kinder- und Jugendbüros der Gemeinde Steinen und empfindet die von ehrenamtlicher Unterstützung getragene AG Kontakt als eine überaus wertvolle Unterstützung seiner Arbeit. Auch ist es kein Zufall, dass sich der "Kids-Treff" unter der Sporthalle direkt neben dem Jugendzentrum befindet. Wer als Kind das offene Angebot der AG Kontakt kennengelernt hat, wird später wenig Mühe haben, sich im Juz zurecht zu finden– zumal wenn es personelle Überschneidungen gibt.
Bachwanderungen, Kinderfilme, Theater, Basteln, Spiele oder auch ein Hüttenwochenende in Steinens Partnerstadt Cornimont: Die derzeit acht Betreuer – es dürften gerne wieder ein paar mehr sein – haben viele Ideen, wie die Kinder 2011 ihre Freizeit sinnvoll verbringen können. Neben gezielten Angeboten gibt es aber immer auch Freiraum für eigene Wünsche, sei es Malen, Fußball spielen oder sich in eine Ecke zum Lesen zurück zu ziehen. "Wir bieten ein offenes Angebot" stellt Helmut Kolibaba klar. Und: "Die Kinder sind alle freiwillig hier". Mit einem solchen offenen Kinderangebot steht die AG Kontakt in der Gemeinde übrigens ziemlich einzigartig dar. Zur Zeit stehen bei der AG Kontakt die Zeichen voll und ganz auf Fasnacht. Die rund 30 Kinder, die regelmäßig zum Mittwochstreff in die Räume unterhalb der Sparkasse kommen, wollen gemeinsam mit ihren Betreuern am Fasnachtsumzug in Steinen als Roboter verkleidet mitmarschieren. Und so werden seit Tagen Kartons mit silberner Alufolie beklebt, gilt es Roboter-Köpfe und -Körper zu basteln, die natürlich auch passen sollen.
Dabei sollte man sich nicht täuschen lassen, das Selbstverständnis der AG geht weit über das eines Bastel- und Freizeitclubs für den Nachwuchs hinaus. Die politische Intention der Anfangsjahre, vor allem Kindern mit Migrationshintergrund zu helfen, wurde zwar 2004 zugunsten eines breiteren pädagogischen Ansatzes aufgegeben: Politische Anstöße für die Arbeit des aus Sicht des Vereins leider viel zu selten tagenden Kinder- und Jugendausschusses, sind nicht selten aus den Reihen der AG Kontakt gewachsen.
Aufmerksam werden dabei auch neue pädagogische Entwicklungen registriert und Versuche gestartet damitim Rahmen der Möglichkeiten umzugehen: Seit geraumer Zeit ist die AG etwa auf der Suche nach einem "Aktiv-Gelände" auf dem sich vor allem Jungen austoben und ein erlebnispädagogisches Angebot erhalten sollen.
Hintergrund sind Beobachtungen von Erziehungsexperten, dass Jungen verstärkt Schwierigkeiten haben, ihre Bedürfnisse in einem von weiblichen Erziehungs- und Lehrkräften dominierten Kindergarten- und Grundschulsystem zu artikulieren. Die AG Kontakt entwickelt sich also ständig weiter – ganz wie Steinens Kinder und Jugendliche auch.
INFOS: AG Kontakt
Geschichte: Gegründet wurde der Verein im Jahr 1976 von der damaligen Elternbeiratsvorsitzenden Gisela Wilms. 1995 wurde die Arbeit der AG mit dem Hauptpreis beim "Wettbewerb zur Auszeichnung kommunaler Bürgeraktionen" geehrt. Im Jahr 2004 wurde die pädagogische Konzeption überarbeitet und den neuen Gegebenheiten angepasst.
Termine: Kids-Treff ist immer mittwochs von 15 bis 17 Uhr in den Räumen unter der Schulsporthalle in Steinen. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Die nächsten Aktionen beim Kids-Treff sind ein Bobby Car Rennen und verrückte Staffelläufe (16.Februar), Arbeiten mit Ton (23. Februar) und eine Fasnachts-Disco (2. März)
Kontakt: Infos Tel. 07627/972473 (Salvo) oderTel. 07627/8868 (Juz). Auch wer sich dafür interessiert, bei der AG Kontakt als Betreuer mitzumachen, kann sich hier melden.
Quelle: Badische Zeitung |
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AG-Kontakt Steinen e. V. bestätigt Vorstand - Vorbereitungen für Fasnachtsumzug laufen |
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Dienstag, den 01. Februar 2011 um 14:58 Uhr |
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Die AG-Kontakt Steinen e. V. bestätigte auf ihrer Hauptversammlung Helmut Kolibaba als zweiten Vorsitzenden. Norbert Kessler aus Hüsingen bleibt wie gehabt erster Vorsitzender, da immer nur ein Teil des Vorstandes gewählt wird. Die AG-Kontakt ist ein anerkannter Verein für Kinder- und Jugendarbeit und bietet immer mittwochs von 15 bis 17 Uhr in ihren Räumen unter der Schulsporthalle in Steinen einen Kids-Treff für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren an.
Die ehrenamtlichen Betreuer überlegen sich dabei jeweils ein spezielles Angebot. Für die nächsten Wochen steht die Vorbereitung für den Fasnachtsumzug in Steinen an, an dem Kinder und Betreuer der AG Kontakt als Roboter verkleidet mitmarschieren. Wer gerne mitlaufen möchte, kann sich hierfür noch anmelden und zum Kostüm Basteln vorbeikommen. Als Einstimmung findet am 2. März eine Fasnachts-Disco statt, zu der die Kinder gerne verkleidet kommen können. Des Weiteren stehen Tonen, ein Kicker-Turnier, Staffelläufe und eine Kissenschlacht für die nächsten Wochen auf dem Programm. Neben den gezielten Angeboten gibt es aber immer auch Freiraum für eigene Wünsche, sei es zum Basteln und Malen, oben auf der Wiese Fußball zu spielen oder sich in eine Ecke zum Lesen zurück zu ziehen. Außerdem organisieren die Betreuer der AG Kontakt jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kinder & Jugendbüro ein Hüttenwochenende. Dieses findet dieses Jahr vom 20. bis 22. Mai erstmals in Cornimont statt. Die Veranstaltungen der AG Kontakt sind offen für alle Kinder. Auch über neue Betreuer freut sich das Team. Bei Interesse einfach mal vorbeischauen oder anrufen unter Telefon 07627-8868.
Ziel ist des Vereins ist es, Kinder und Jugendliche am Gemeindeleben teilhaben zu lassen und so Steinen als Kinder und jugendfreundliche Gemeinde weiter zu entwickeln. Weiter sieht er seine Aufgabe in der Unterstützung der Jugendarbeit innerhalb der Gemeinde. Der Verein finanziert sich hauptsächlich durch die Mitgliederbeiträge und ist auf finanzielle Hilfen und Spenden angewiesen. Gegründet wurde der Verein 1976 von der damaligen Elternbeiratsvorsitzenden Gisela Wilms. 2004 vollzog sich im Führungsteam ein Generationenwechsel. Die Konzeption der AG Kontakt wurde überarbeitet und den heutigen Bedürfnissen der Kinder- und Jugendarbeit angepasst. 1995 wurde die Arbeit der AG Kontakt mit dem Hauptpreis beim „Wettbewerb zur Auszeichnung kommunaler Bürgeraktionen“ geehrt. Weitere Informationen unter Telefon 07627/972473 oder 07627-8868 (Juz). |
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