Drei Verträge sind nötig PDF Drucken E-Mail
Montag, den 13. Dezember 2010 um 11:06 Uhr

Die Städtische Wohnbau errichtet das neue zentrale Jugendhaus im Kulturpark Tutti-Kiesi.

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Die Ansicht auf das zentrale Jugendhaus von Norden her, rechts ist der Festplatz im Kulturpark Tutti-Kiesi zu sehen. Privat Foto: Privat

RHEINFELDEN. Die Verträge zwischen der Stadt und der Städtischen Wohnbau zum Bau, zur Finanzierung und zur Nutzung des künftigen Jugendhauses im Kulturpark Tutti-Kiesi stehen kurz vor dem Abschluss: Sie sehen vor, dass die Wohnbau das Gebäude – Gesamtkosten rund 1,5 Millionen Euro – erstellt und anschließend der Stadt für eine jährliche Miete von 30 000 Euro überlässt. Der Mietvertrag läuft über 28 Jahre.

Der Aufsichtsrat der Städtischen hat dem Vertragswerk bereits zugestimmt, am kommenden Donnerstag wird sich auch der Gemeinderat damit und der inzwischen vorliegenden leicht veränderten Planung beschäftigen.

Drei Verträge zwischen Stadt und Städtischer Wohnbau müssen geschlossen werden: Der erste regelt die Verpachtung des Grundstücks, das die Stadt kostenlos zur Verfügung stellt, der zweite hält die Konditionen fest, zu denen die Stadt das fertige Haus mietet und nutzt. Das dritte Papier ist ein städtebaulicher Vertrag, der die Wohnbau verpflichtet, "in Erfüllung ihrer sozialen Verantwortung das zentrale Jugendhaus betriebsfertig zu errichten". Die Stadt ist bis zur Erteilung der Baugenehmigung zuständig, danach wird die Wohnbau tätig.

Von zentraler Bedeutung für die Berechnung der Miete sind die Finanzierungskosten. Nach derzeitigem Stand sollen sich die Gesamtkosten auf 1,5 Millionen Euro belaufen, die Hälfte davon, 750 000 Euro stellt die Wohnbau als Eigenmittel bereit – unverzinst. 250 000 Euro werden als Zuschuss aus der Städtebauförderung erwartet, die restlichen 500 000 Euro werden als Darlehen am Kapitalmarkt aufgenommen. Dieser Betrag kann sich in Abhängigkeit von den tatsächlichen Gesamtkosten noch verändern, eben so wie der Zuschuss der Städtebauförderung. Die Miete für die Stadt errechnet sich aus dem Zinsaufwand für das Darlehen, den Abschreibungen sowie den tatsächlichen Kosten der Instandhaltung. Diese werden auf jährlich 6000 Euro geschätzt. Bereits ausgemacht ist, dass die Wohnbau die Kosten für eine Zwischenfinanzierung übernimmt sowie die Personalkosten für die Projektsteuerung und die Oberbauleitung. Die Stadt übernimmt Planung und Ausstattung des Hauses.

Architekt Christoph Geisel hat die Pläne nach Besprechungen mit der Wohnbau überarbeitet. Geändert hat sich die Erschließung, alle drei Geschosse sind jetzt zentral über Lift und Treppe zu erreichen. Aus Kostengründen wurde auch die ursprünglich vorgesehene Glasfassade nach Süden gestrichen, die Gestaltung erfolgt jetzt nach dem Muster der Nordfassade. Mit dem Bau des Jugendhauses soll zügig begonnen werden.

Quelle: Badische Zeitung

 

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