| Gespräch offenbart Unstimmigkeiten |
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| Dienstag, den 10. August 2010 um 08:47 Uhr | |
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Bei der zweiten Ideenwerkstatt ging es um die Jugendinternetplattform, die Unterführungsaktion und die Jugendarbeit allgemein.
Bürgermeister Manfred Merstetter (rechts) wie auch der evangelische Pfarrvikar Uwe Röskamp gehörten zu den Teilnehmern der jüngsten Ideenwerkstatt zur offenen Jugendarbeit in Eimeldingen. Foto: Ounas-Kräusel EIMELDINGEN. Bei der zweiten Ideenwerkstatt zur offenen Jugendarbeit in Eimeldingen stellte Timo Schmidt die neue Internetplattform "Jugendforum Eimeldingen" vor. Katharina Grab und Marina Blasi vom Club 77 berichteten über die Aktion, bei der Jugendliche zur Gestaltung der Bahnunterführung aufgerufen sind. Die Diskussion um ein Konzept für die Jugendarbeit kam an dem Abend jedoch nicht viel weiter. Im Gegenteil: Der bei der ersten Jugendwerkstatt vor einem Jahr gefundene Konsens, dass es ein offenes Angebot für alle Eimeldinger Jugendliche geben soll und dass dafür ein Raum im evangelischen Gemeindehaus genutzt werden könnte, war wieder in Frage gestellt. Damals waren auf Einladung Bürgermeister Merstetters Vertreter von politischer, kirchlicher Gemeinde, Vereinen, Club 77, und eine Handvoll Jugendlicher zusammengekommen. Kurz darauf bot der damalige Pfarrer Tanneberg der offenen Jugendarbeit einen Raum im "Haus der Begegnung" an.Ein Dutzend Interessierter, darunter zwei Jugendliche, waren am Mittwoch zur Diskussion über die Jugendarbeit ins G 5 gekommen. "Ich verstehe nicht ganz, warum dabei ein gemeinsames Angebot herauskommen muss", sagte Pfarrvikar Uwe Röskamp. Für Jugendliche mit verschiedenen Interessen könne es doch verschiedene Angebote geben, etwa in Vereinen oder eben in der Kirche. Bürgermeister Merstetter hielt dagegen, dass es solche Angebote ja schon gebe. Daneben bräuchten die jungen Leute einen Raum, in dem sie sich zwanglos treffen könnten. Marina Blasi und Katharina Grab riefen Differenzen zwischen Kirche und Club 77 in Erinnerung. Jahrelang hatte der Club 77 einen Raum im Gemeindehaus genutzt, den er auch mit ausgebaut hatte. Seit Mai 2009 nutzt eine Gruppe ehemaliger Konfirmanden den Raum. In der Ratssitzung jüngst hatte die Kirchengemeinderätin Anita Soder freilich angeführt, dass der Club 77 den Raum "inakzeptabel verlassen hat" und keine fruchtbare Jugendarbeit mehr betrieben habe. Deshalb stelle man den Raum nun der Konfirmandengruppe zur Verfügung und fördere diese, so Soder im Rat, zumal der Club 77 keiner Förderung bedürfe, weil er Einnahmen aus dem Dorffest habe.Am Mittwoch ging es auch um die Frage einer Betreuungsperson für den Jugendraum und wer diese bezahlen müsste. Gemeinderat Hanspeter Grab erinnerte daran, dass die Gemeinde gerne eine Fachkraft der Lörracher Kaltenbachstiftung gewonnen hätte. Dies hätte jedoch 15 000 Euro im Jahr gekostet, um einen Jugendtreff zweimal pro Woche zu öffnen. Die Gemeinde wolle keineswegs aus den Bemühungen um einen Jugendtreff aussteigen, könne diese Summe aber nicht bezahlen, betonte Grab. Rat Bernd Bauer erinnerte daran, dass alle Akteure darüber nachgedacht hatten, einen Jugendraum gemeinsam zu finanzieren. Pfarrvikar Röskamp legte Wert darauf, dass die Kirchengemeinde derzeit mit einer Fachkraft verhandelt. Die Frau hatte zunächst mit der politischen Gemeinde und dann mit der Kirche das Gespräch gesucht. Ein Kirchenältester aus Fischingen mahnte schließlich, lieber über die Zukunft zu diskutieren, als über die Vergangenheit. Man vereinbarte, sich Mitte September wieder zu treffen. Die Gastgeber vom G5 stellten ihre Jugendangebote vor, zu denen Freizeiten und eine Strecke für Mountainbiker gehört. Autor: Regine Ounas-Kräusel Quelle: Badische Zeitung |
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